Edinburgh: Reisebericht

Ein Wochenende in der schottischen Hauptstadt

vor 5 Monaten veröffentlicht unter Reisen  Schottland.

Der Herbst stand vor der Tür und mit ihm der 1. November – ein Feiertag, der in diesem Jahr auf Dienstag fiel. Nach dem Einsatz von nur einem Urlaubstag gab es also gleich vier freie Tage am Stück. Selbstverständlich war es für uns keine Option, das dadurch entstandene verlängerte Wochenende zu Hause zu verbringen, weshalb wir uns ins Flugzeug setzten und über die Nordsee in das Vereinigte Königreich flogen. Das Ziel unserer Reise war die schottische Hauptstadt Edinburgh.

Flug

Nach einem kurzen Flugpreisvergleich bei momondo, swoodoo und skyscanner entschieden wir uns für einen Flug mit der Lufthansa, da diese das für unsere Flugzeiten beste Preis-/Leistungsverhältnis bot. Nur knapp zwei Stunden nach dem Start in Frankfurt landeten wir bereits am Flughafen Edinburgh.

Um vom Flughafen in Edinburgh ins Stadtzentrum zu kommen, habt ihr gleich mehrere Möglichkeiten:

Wir entschieden uns für die Fahrt mit der Tram. Da die Tram noch relativ neu ist und wir viel Gepäck dabei hatten, erhofften wir uns etwas mehr Reisekomfort als im Bus. Wir wurden nicht enttäuscht und erreichten nach etwa 30 Minuten Fahrt die Haltestelle „Princes Street“ im Zentrum von Edinburgh.

Airbnb

Vor dort aus ging es direkt zu unserer Ferienwohnung, die sich sehr zentral am unteren Ende der Royal Mile befand. Das günstige, wirklich wunderschöne Apartment haben wir mal wieder über Airbnb gefunden und gebucht.

Nachdem wir uns in unserer Unterkunft eingerichtet hatten, erledigten wir im benachbarten Supermarkt noch ein paar Besorgungen und begaben uns anschließend ins Nahe gelegene Omni Centre. Im dortigen Nandos gab es zum Abendbrot sehr empfehlenswertes „Piri-Piri Hühnchen“, anschließend ließen wir den Abend bei leckerem Craftbeer im Pub The Playfair ausklingen.

Salisbury Crags

Salisbury Crags

Am nächsten Morgen führte es uns durch den Park des „Palace of Holyroodhouse“, der offiziellen Residenz der britischen Königin in Schottland, zur Felsformation Salisbury Crags.

Edinburgh Castle

Wir wanderten den Weg an der Felsfomation bis zu deren höchsten Punkt entlang, von wo wir einen traumhaften Ausblick auf Edinburgh hatten. Besonders das Edinburgh Castle wirkte aus dieser Perspektive sehr beeindruckend.

Friedhof an der Calton Road

Friedhof an der Calton Road

Über den Friedhof an der Calton Road führte es uns zum Calton Hill. Diese alten, wunderschönen Friedhöfe mit Gräbern aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind überall in Edinburgh zu finden. Ihr solltet euch diese auf keinen Fall entgehen lassen!

Calton Hill

Aussicht von Calton Hill

Auf dem Calton Hill könnt ihr gleich mehrere Denkmäler finden, unter anderem das Nelson Monument, das National Monument of Scotland, das Dugald Stewart Monument und das Monument to Scottish Parliament. Außerdem befindet sich hier der Fotospot für das Postkartenfoto von Edinburgh. Bei der traumhaften Aussicht auf Alt- und Neustadt von Edinburgh ist das aber auch nicht verwunderlich. Der Calton Hill ist auf jeden Fall ein absoluter Pflichtbesuch bei einem Besuch von Edinburgh!

Red Squirrel Edinburgh

The Red Squirrel Edinburgh

Anschließend liefen wir über die Haupteinkaufsstraße von Edinburgh, die Princes Street, in Richtung Westen. Unser Ziel war der Pub Red Squirrel, den Sóley von Cotton Candy Stories in ihrem City Guide: Edinburgh als Geheimtipp angepriesen hat und uns so zu einem Besuch animiert hat. Der Pub hatte eine ordentliche Auswahl an schottischem Craftbeer und die Burger waren ganz hervorragend! Danke an Sóley für diesen Tipp, den wir guten Gewissens weitergeben können!

The Royal Mile

The Royal Mile

Nach der Stärkung im Red Squirrel stiegen wir den Berg zum Edinburgh Castle hinauf. Aufgrund der knappen Zeit, die wir in Edinburgh hatten, entschieden wir uns gegen einen Besuch des Inneren der Burgs, da dieser mindestens einen halben Tag in Anspruch genommen hätte. Stattdessen schlenderten wir gemütlich die Royal Mile in Richtung Osten.

Immer wieder bogen wir in die kleinen Gassen („Closes“) unter den Häusern ab und sahen uns die wunderschönen versteckten Innenhöfe an. Auch das solltet ihr nicht verpassen!

St Giles’ Cathedral

St Giles’ Cathedral

Unübersehbar steht die beeindruckende St Giles’ Cathedral direkt an der Royal Mile. Besonders die ungewöhnliche Architektur des Kirchturm-Daches fand ich sehr interessant.

Brewdog Edinburgh

Brewdog Edinburg

Langsam aber sicher brach die Dunkelheit ein, also begaben wir uns in den erst vor kurzem eröffneten Pub von Brewdog. Nach einem Vagabond Pale Ale und dem ein oder anderen Punk IPA in gechillter Atmosphäre starteten wir dann unseren eigenen kleinen Pub Crawl in Richtung unseres Apartments.

Die Pubs in Edinburgh sind erwartungsgemäß großartig! In jedem Pub gibt es eine riesige Auswahl an Craftbeer, die man entspannt zu Livemusik genießen kann. Wenn ihr in Edinburgh seid, dann solltet ihr möglichst viele Pubs besuchen oder sogar bei einem Pub Crawl teilnehmen, ihr werdet es (abgesehen vom Kater am nächsten Morgen) nicht bereuen!

Schottisches Parlament

Schottisches Parlament

Unseren dritten Tag in Edinburgh starteten wir beim schottischen Parlament, das durch seine außergewöhnliche Architektur auffällt. Von dort aus liefen wir die Royal Mile nun in die andere Richtung ab, von Osten nach Westen.

The People's Story Museum

The People's Story Museum

The People's Story ist ein Museum an der Royal Mile, in dem die Geschichte von Edinburgh erzählt wird. Der Eintritt ist frei, doch leider war das Museum während unseres Aufenthaltes in Edinburgh geschlossen. Da es aber ganz großartig sein soll, steht es für unseren nächsten Edinburgh-Besuch bereits auf der Liste!

Grassmarket

Grassmarket

Nach einem ausgiebigen Spaziergang über die Royal Mile und durch die Altstadt von Edinburgh begaben wir uns zum Grassmarket, der in früheren Zeiten ein mittelalterlicher Marktplatz war und als Mittelpunkt der Altstadt gilt. Auf dem Grassmarket gab es den ersten Brunnen mit fließendem Trinkwasser in Edinburgh, außerdem befand sich hier die öffentliche Hinrichtungsstätte, der „Galgen von Edinburgh“.

The Last Drop

The Last Drop Edinburgh

In den historischen Gebäuden am Grassmarket befinden sich viele kleine Läden und Pubs. Da wir hungrig waren, entschieden wir uns für einen Besuch im The Last Drop, dessen Name eine Anspielung auf die ehemalige Hinrichtungsstätte ist. Zu Essen gab es sehr leckeres T-Bone-Steak, für den Durst ein Punk IPA von Brewdog. Der Pub war sehr gemütlich eingerichtet und trotz der Location nicht zu teuer. Alles in allem ein weiterer empfehlenswerter Pub!

Greyfriars Kirkyard

Greyfriars Kirkyard

Unser nächstes Ziel war der Kirchhof rund um die Greyfriars Kirk in Edinburgh, der Greyfriars Kirkyard. Seit dem späten 16. Jahrhundert finden hier Begräbnisse statt. Die tiefstehende Sonne, das bunte Herbstlaub und die alten Gräber haben für eine ganz außergewöhnliche Atmosphäre gesorgt. Wir verbrachten sehr viel Zeit auf dem Friedhof, auf dem sich JK Rowling für die Namen in Harry Potter inspirieren lassen hat. Der Greyfriars Kirkyard war ganz klar einer der schönsten Orte, die wir in Edinburgh besucht haben!

Greyfriars Bobby

Greyfriars Bobby

Und dann war da noch die Geschichte von Greyfriars Bobby, einem Skye Terrier, der nach dem Tod seines Besitzers die übrigen 14 Jahre seines Lebens am Grab seines Herrn auf der Greyfriars Kirkyard verbracht haben soll. Wieviel Wahrheit in dieser Geschichte steckt, müsst ihr aber selbst herausfinden.

Samhuinn Fire Festival

Halloween wird auch in Edinburgh ausgiebig gefeiert, aus diesem Anlass sollte am Abend das Samhuinn Fire Festival stattfinden. Leider war das Wetter sehr bescheiden, weshalb wir nur kurz beim Festival vorbeischauten und uns dann zu einem weiteren Pub Crawl entschieden.

Am nächsten Morgen spazierten wir noch ein wenig durch die Nebenstraßen der Princes Street, bevor wir mit der Tram zurück zum Flughafen fuhren und unseren Heimflug antraten.

Fazit

Edinburgh hat eine wunderschöne Altstadt, die durch die vielen kleinen Gassen zum Erkunden einlädt. Auch die Neustadt ist sehr schön anzusehen. Außerdem sind die vielen Pubs wirklich genial und waren neben den alten Friedhöfen eines meiner Highlights in Edinburgh! Da die Stadt sehr kompakt ist, kann man alles fußläufig erreichen, wir sind nicht einmal mit dem Bus gefahren. Aus diesem Grund eignet sich Edinburgh sehr für einen Wochenendausflug. Es sollte aber auch kein Problem sein, mehr Zeit in dieser abwechslungsreichen Stadt zu verbringen!

Galerie (47 Fotos)

Willi Thiel

Geschrieben von Willi Thiel am 20. November 2016.


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