Von Clifden nach Galway

Irland-Tagebuch – Tag 6: Clifden Castle, Pines Island, Glinsk Pier, Pearse's Cottage, Coral Strand, Carrickalegaun Bridge, Ballynahown Quay, Spiddal Pier, Silver Strand, Salthill Promenade, Flaggy Shore, Traught Beach und das Dungaire Castle

vor 7 Jahren veröffentlicht unter Reisen Irland.

Am sechsten Tag unseres Irland-Roadtrips verließen wir unsere liebgewonnene Unterkunft auf der Sky Road in Clifden und steuerten den nächsten Zwischenstop unserer Reise an: Galway, die bevölkerungsreichste Stadt im gesamten Westen Irlands. Wie immer führte uns der Wild Atlantic Way auf dem Weg dorthin an zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Traumstränden vorbei.

Streckenverlauf

Nach einem kurzen Stopp beim Clifden Castle führte es uns erst einmal in die Walsh's Bakery, wo wir uns mit frischen Back- und Süßwaren für den Tag eindeckten. Da wir die Sehenswürdigkeiten in diesem Gebiet bereits am Vortag besucht haben, stand nun ein etwas längerer Streckenabschnitt ohne Stopp auf unserem Programm. Den direkt an der Straße liegenden Pines Island Viewpoint ließen wir uns aber nicht entgehen und genossen die Aussicht ein zweites Mal. Am Glinsk Pier vorbei fuhren wir zum Pearse's Cottage.

Als nächstes folgten wir einigen Vergabelungen des Wild Atlantic Ways, die zum Coral Strand und zur Carrickalegaun Bridge führten. Die auf dem weiteren Weg an der Galway Bay verlaufende Küstenstraße brachte uns an der Ballynahown Quay und dem Spiddal Pier vorbei zum Silver Strand. Hier konnten wir bereits die ersten Häuser der Stadt Galway sehen. Nach ein paar weiteren Kilometern in Richtung Zentrum erreichten wir die berühmte Salthill Promenade.

Nach einem ausgiebigem Spaziergang über die Promenade stockten wir im ortsansässigen LIDL unsere Vorräte auf. In Galway befand sich auch unsere Unterkunft für diese Nacht, aber da wir relativ früh an waren, entschieden wir uns dazu dem Wild Atlantic Way noch ein Stück weiter zu folgen und uns ein wenig vorzuarbeiten. So besuchten wir noch den Traught Beach, den Flaggy Shore und das Dungaire Castle.

Clifden Castle

Karte an den Koordinate 53.491679°, -10.056578°

Clifden Castle

Erstes Ziel nach dem wie immer vorzüglichen Irish Breakfast war das 1818 erbaute Clifden Castle. Unsere Faulheit hielt uns aber von einem Spaziergang zum eigentlichen Castle ab und so schafften wir es nur bis zum Torbogen der Burgruine, welcher sich aber auch durchaus sehen lassen kann.

GPS: 53.491679°, -10.056578° (OpenStreetMap, Google Maps)

Pines Island

Karte an den Koordinate 53.462499°, -9.795762°

Pines Island

Nachdem wir im Ort Clifden unsere Vorräte in der Walsh's Bakery aufgestockt hatten, ging es auf die N59 in Richtung Galway. Wir passierten erst einmal alle Sehenswürdigkeiten, die wir bereits am Vortag besucht haben. Einen ersten kurzen Stopp legten wir am Pines Island Viewpoint ein, der wirklich eine einzigartige Aussicht auf den See Derryclare Lough und die Berge im Hintergrund bietet. Die von Pinien bedeckte Insel Pines Island ist das i-Tüpfelchen des Panoramas.

Nachdem wir bis hierher 25 km nur in Richtung Westen gefahren sind, verließen wir nun die N59 und fuhren auf die R340, die in Richtung Süden führt, zurück an den Atlantik.

GPS: 53.462499°, -9.795762° (OpenStreetMap, Google Maps)

Glinsk Pier

Karte an den Koordinate 53.374681°, -9.840794°

Glinsk Pier

Nach weiteren 15 km erreichten wir das Glinsk Pier, eine wunderschöne Anlegestelle mit vielen Booten und unendlich vielen Reusen, die ein wundervolles Fotomotiv abgaben. Ich tobte mich auf dem fotogenen Pier aus und so kam es, dass das Glinsk Pier eine der Sehenswürdigkeiten auf unserem Roadtrip war, von dem ich die meisten Fotos gemacht habe.

GPS: 53.374681°, -9.840794° (OpenStreetMap, Google Maps)

Pearse's Cottage

Karte an den Koordinate 53.386608°, -9.619622°

Pearse's Cottage

Unser nächstes Ziel war Pearse's Cottage, das Landhaus des Schriftstellers Patrick Pearse. Pearse gehörte zu den Anführern des Osteraufstandes von 1916, der 1922 zur Unabhängigkeit des Irischen Freistaats von Großbritannien führte.

Wir sparten uns allerdings die 5 € Eintritt und gaben uns mit der sehenswerten Natur in der Umgebung der Hütte zufrieden.

GPS: 53.386608°, -9.619622° (OpenStreetMap, Google Maps)

Coral Strand

Karte an den Koordinate 53.248616°, -9.629185°

Coral Strand

Anschließend ging es wieder einmal zu einem Strand. Aber nicht zu irgendeinem Strand, sondern zu dem Strand mit dem verrücktesten Sand, den wir je gesehen haben! Eigentlich besteht der Coral Strand nämlich gar nicht aus Sand, sondern aus vielen kleinen getrockneten und von der Sonne gebleichten Korallen und Algen. Sowas sieht man nicht alle Tage, das war schon ziemlich verrückt!

Wir spazierten ein wenig an diesem magischen Strand entlang und lauschten dem mysteriösen Rauschen, dass die Wellen auf dem ungewöhnlichen Sand verursachten.

GPS: 53.248616°, -9.629185° (OpenStreetMap, Google Maps)

Carrickalegaun Bridge

Karte an den Koordinate 53.285718°, -9.656594°

Carrickalegaun Bridge

Über einen Arm des Wild Atlantic Way fuhren wir zur 1895 erbauten Carrickalegaun Bridge, welche die Insel Gorumna Island mit dem Festland verbindet. Die Größe und besondere Architektur der Steinbrücke macht sie zu einem beliebten Fotomotiv.

GPS: 53.285718°, -9.656594° (OpenStreetMap, Google Maps)

Ballynahown Quay

Karte an den Koordinate 53.226219°, -9.500899°

Ballynahown Quay

Weiter ging es zum Ballynahown Quay, einem Pier, der sich am Anfang der Galway Bay befindet. Bei entsprechender Witterung kann man von hier aus sehr gut die Aran Islands sehen. Da zu unserem Besuch Niedrigwasser herrschte, lagen alle Boote auf dem trockenen und das Meer hatte sich weit zurück gezogen. Kein absolutes Must-See, aber wenn ihr genügend Zeit habt einen Besuch wert!

GPS: 53.226219°, -9.500899° (OpenStreetMap, Google Maps)

Spiddal Pier

Karte an den Koordinate 53.242446°, -9.305657°

Spiddal Pier

Nun führte uns der Wild Atlantic Way direkt an der Küste der Galway Bay entlang. Deshalb dauerte es auch nicht allzu lange, bis wir den nächsten Pier erreichten, den Spiddal Pier. Das Pier ist direkt an einem schönen, weitläufigem Strand gelegen.

GPS: 53.242446°, -9.305657° (OpenStreetMap, Google Maps)

Silver Strand

Karte an den Koordinate 53.251256°, -9.125824°

Silver Strand

Nach einer kurzen Weiterfahrt an der Küste der Galway Bay erreichten wir den Silver Strand. Wie fast alle Strände in Irland ist auch der Silver Strand ein Blue Flag Strand. Der schöne Sandstrand ist auf der einen Seite von Felsen begrenzt und auf der anderen Seite von Klippen. Auch wenn der Atlantik sehr einladend war, verzichteten wir auf einen Ausflug ins kühle nass und spazierten nur am Strand entlang.

GPS: 53.251256°, -9.125824° (OpenStreetMap, Google Maps)

Salthill Promenade

Karte an den Koordinate 53.258610°, -9.077998°

Salthill Promenade

Ein paar Kilometer vom Silver Strand entfernt war die berühmte Salthill Promenade nicht zu übersehen. Wir suchten uns einen Parkplatz und flanierten lange an der wunderschönen Strandpromenade entlang. Zur Stärkung gönnten wir uns sehr leckeres selbstgemachtes irisches Eis im Café The Creamery, das sich direkt an der Promenade befindet und dank großen Fenstern einen tollen Blick auf das Meer bietet.

GPS: 53.258610°, -9.077998° (OpenStreetMap, Google Maps)

Galway

Karte an den Koordinate 53.270553°, -9.057852°

Pünktlich zur Rush Hour erreichten wir die größte Stadt im Westen Irlands. Die Straßen des 80.000 Einwohner-Ortes waren aufgrund des Feierabendverkehrs gnadenlos überfüllt und so schlichen wir per stop-and-go zum LIDL im Zentrum der Stadt, wo wir uns mit Vorräten für die nächsten Tage eindeckten. Auf eine Stadterkundung verzichteten wir, wir waren schließlich hauptsächlich wegen der Natur in Irland. Bevor es allerdings zu unserer Unterkunft am See Lough Corrib ging, besuchten wir noch ein paar Sehenswürdigkeiten, die eigentlich erst für den nächsten Tag geplant waren.

Flaggy Shore

Karte an den Koordinate 53.157080°, -9.086141°

Flaggy Shore

Im Süden von Galway liegt der flache und felsige Küstenabschnitt Flaggy Shore, der vor allen durch die zerfurchten Kalksteinflächen und Millionen Jahre alten Fossilien von geologischer Bedeutung ist. Hier konnten wir bereits etwas in die Landschaft des Burrens eintauchen, die für den nächsten Tag unseres Roadtrips auf unserem Programm stand. Aufgrund der vielen Felsen eignet sich dieser Strandabschnitt aber weniger zum Spazieren und so machten wir uns auf den Weg zum nächsten Strand.

GPS: 53.157080°, -9.086141° (OpenStreetMap, Google Maps)

Traught Beach

Karte an den Koordinate 53.171744°, -8.985603°

Traught Beach

Ebenfalls südlich von Galway fanden wir den Blue Flag Strand Traught Beach vor. Wir spazierten eine Weile am teilweise von Wattwürmern belagerten Sandstrand entlang, der von bizarren Steinformationen umgeben war. Der Traught Beach hat uns wirklich sehr gut gefallen und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

GPS: 53.171744°, -8.985603° (OpenStreetMap, Google Maps)

Dungaire Castle

Karte an den Koordinate 53.142088°, -8.925981°

Dungaire Castle

Auf dem Rückweg in Richtung Galway hielten wir beim wohl berühmtesten Fotomotiv in der County Galway, dem Dungaire Castle. Das Innere des 1520 errichteten Tower House war leider aufgrund einer Veranstaltung geschlossen, weshalb wir uns mit einem Spaziergang um den beeindruckenden Turm zufrieden geben mussten.

GPS: 53.142088°, -8.925981° (OpenStreetMap, Google Maps)

Airbnb Galway

Karte an den Koordinate 53.306471°, -9.060507°

Airbnb Galway

Zum Abschluss führte es uns in die abenteuerlichste Unterkunft unseres Roadtrips, eine kleine Hütte in der Nähe des Sees Lough Corrib, die wir über Airbnb gebucht haben. Die einer großen Hundehütte ähnelnde Unterkunft war super eingerichtet und hatte sogar eine Terasse mit Seeblick zu bieten. Gleichzeitig war es auch die günstigste Unterkunft auf unserem gesamten Roadtrip, da haben wir ein wahres Schnäppchen gemacht. Vielen Dank nochmal an unsere Gastgeberin Breda für den lieben Empfang und die tolle Unterkunft.

Airbnb Galway

Den Abend verbrachten wir bei selbstgekochter Pasta und irischem Craftbeer auf der Terrasse der Unterkunft, wo wir den Sonnenuntergang über dem Lough Corrib genossen und uns auf unseren nächsten Tag in Irland vorbereiteten. Mehr dazu erfahrt ihr im nächsten Artikel dieses Reisetagebuches.

GPS: 53.306471°, -9.060507° (OpenStreetMap, Google Maps)

Galerie (47 Fotos)

Willi Thiel

Geschrieben von Willi Thiel am 16. Juli 2017.


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