Durch die Ostfjorde nach Egilsstaðir

Island-Tagebuch 2015 – Tag 6: Höfn, Hoffell, Berufjörður, Hengifoss, Lagarfljót und Egilsstaðir

vor 3 Jahren veröffentlicht unter Reisen Island.

Der sechste Tag unseres Island-Roadtrips führte uns von Höfn durch die Ostfjorde nach Egilsstaðir, der größten Stadt im Osten Islands. Für diese Etappe hatte wir nicht allzu viel geplant, da die Strecke durch die Ostfjorde recht lang ist und wir wohl desöfteren am Straßenrand anhalten werden, um die Natur zu bewundern.

Auf unserem Plan standen:

  • Der Ort Höfn
  • Der Hotpot Hoffell
  • Die Ostfjorde
  • Der Wasserfall Hengifoss
  • Der See Lagarfljót

Streckenverlauf

Höfn

Höfn

Da wir eine Besichtigung der Kleinstadt Höfn am Vorabend nicht mehr schafften, sollte das nun am Morgen nachgeholt werden. Wir fuhren am schönen Hafen vorbei zu einem Aussichtspunkt mit einem Denkmal, dessen Informationstafel leider nur auf isländisch war und zu dem ich auch im Netz nichts finden konnte, es ist aber bestimmt ein wichtiges Denkmal. Von dem Aussichtspunkt hat man wohl einen tollen Blick auf die Gletscherzungen des Vatnajökulls, leider hing eine dichte Wolkendecke an der Bergkette des Vatnajökulls fest und wir sahen nichts von den Gletscherzungen. Die Aussicht war aber trotzdem beeindruckend, vor uns das Meer, hinter uns eine riesige Bergkette. Nach einem kurzen Spaziergang am Strand stand dann zum Aufwärmen der erste Hot-Pot-Besuch auf dem Programm.

GPS: 64.259116, -15.204643

Hoffell

Hoffell

Der Hot-Pot Hoffell liegt im Norden von Höfn und ist mit Umkleidekabinen und einer Dusche ausgestattet. Für Reinigung und Instandhaltung des Hot-Pots wird bei Benutzung um 500 ISK (ca. 3,50 €) pro Person gebeten, welche wir in einem dafür vorgesehenen Holzkästchen deponierten. Aufgrund der frühen Uhrzeit waren außer uns nur zwei weitere Personen vor Ort, deshalb war in allen vier (in den Temperaturen unterschiedlichen) Becken genug Platz für uns. Nachdem wir uns fast zwei Stunden im Wasser aufweichen ließen, war es an der Zeit in die Ostfjorde aufzubrechen.

GPS: 64.392990, -15.344922

Berufjörður

Berufjörður

Am Ufer der Ostfjorde entlang folgten wir der Ringstraße und hatten fast zu jeder Zeit eine grandiose Aussicht! Nachdem wir die ersten Fjorde passiert hatten, folgten wir der Ringstraße wieder ins Landesinnere. Dabei führt sie in den Fjord Berufjörður hinein und an dessem Ende über den Berg. Die Ringstraße ist hier noch nicht asphaltiert und man muss über steile Schotterpisten den Berg erklimmen. Ihr solltet euch diesen Teil der Ringstraße nicht entgehen lassen, denn die Aussicht in den Fjord ist von dort aus sensationell!

Lagarfljót

Lagarfljót

GPS: 65.073611, -14.881936

Im Landesinneren angekommen, dachten wir, wir hätten den schlimmsten Teil der Strecke nun hinter uns gebracht. Diese Rechnung haben wir aber ohne unser Navi gemacht. Auf dem Weg zum Wasserfall Hengifoss schickte es uns über die wahrscheinlich aufregendste Straße, die es gibt! Es handelte sich um einen schlecht geschotterten Wartungsweg für Hochspannungsleitungen, die über einen Berg führen. Dieser war so extrem steil, eng und kurvig, dass es schon nach ein paar Metern kein zurück mehr gab. Also konzentrierte ich mich voll und ganz auf die Straße und folgte ihr, ohne die steilen Abhänge am Rand hinunter zu sehen. Vom Gipfel des Berges hatten wir dann aber eine atemberaubende Aussicht auf den See Lagarfljót, die wohl noch nicht von so vielen genossen wurde. Anschließend mussten wir den Berg dann wieder runter, was noch aufregender war als der Weg nach oben. Irgendwie haben wir es aber dann doch überlebt und kamen heile unten an. Einen Teil der wahnsinnigen Strecke könnt ihr gut bei Google Maps erkennen.

GPS: 64.901537, -14.581540

Hengifoss

Hengifoss

Auf dem Parkplatz in der Nähe des Hengifoss angekommen, stand uns nun erstmal eine 2,5 km lange Wanderung bevor. Diesen Weg müsst ihr nämlich laufen, wenn ihr den Hengifoss besichtigen wollt. Dabei wandert ihr am Litlanesfoss vorbei, der etwas kleiner und unbekannter als der Hengifoss ist, wir fanden ihn aber vor allem wegen der ihn umgebenden Basaltformationen viel schöner als den Hengifoss. Anschließend ging es wieder 2,5 km zurück zum Auto, um unser letztes Ziel anzusteuern, unsere Unterkunft in Egilsstaðir.

GPS: 65.073611, -14.881936

Egilsstaðir

Egilsstaðir

Mit über 2300 Einwohnern die größte Stadt im Osten Islands, bot sich Egilsstaðir für einen Zwischenstopp unseres Roadtrips an. Wir hatten ein gemütliches Zimmer im Birta Guesthouse gebucht, mit sehr vielen Fenstern und somit freier Sicht auf die allnächtlichen Polarlichter! Es war eine unterhaltsame Nacht!

GPS: 65.261223, -14.407868

Galerie (28 Fotos)

Willi Thiel

Geschrieben von Willi Thiel am 27. September 2015.



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