Auf nach Banff

Reisetagebuch Kanada – Tag 3: Von Calgary in den Banff National Park

vor 2 Monaten veröffentlicht unter Reisen Kanada.

Am dritten Tag startete endlich der Teil unserer Reise, in dem es durch die Nationalparks Kanadas gehen sollte. Nach dem Frühstück begaben wir uns auf den Trans-Canada Highway und fuhren Richtung Westen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Canmore erreichten wir den Nationalpark Banff, in dem wir uns die ersten Sehenswürdigkeiten ansahen. Am Abend bezogen wir schließlich unsere Unterkunft in dem Ort Banff.

Von Calgary zum Banff National Park

Nach einem umfangreichen Frühstück in unserer Unterkunft in Calgary befuhren wir den Trans-Canada Highway in Richtung Canmore. Bereits auf dem Weg in den National Park wurde die Natur um uns herum immer beeindruckender. Je näher die Rocky Mountains kamen, um so schöner wurde die Kulisse.

Lac de Arcs

Karte an den Koordinate 51.048784°, -115.172417°

Lac de Arcs

Unseren ersten Stopp legten wir an einem See ein , der sich noch außerhalb des Nationalparks befand, dem Lac de Arcs. Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch schwer beeindruckt von den Seen vor den mit Tannen bedeckten Bergen. Diese Begeisterung hat sich zum Ende der Reise durch die Nationalparks leider etwas gelegt. Nicht, dass diese Natur nicht wirklich wunderschön ist, aber irgendwann wird es dann leider doch etwas eintönig. Das war uns aber bereits da klar, und deshalb genossen wir den Ausblick in vollen Zügen.

GPS: 51.048784°, -115.172417° (OpenStreetMap, Google Maps)

Canmore

Karte an den Koordinate 51.090505°, -115.358482°

Anschließend ging es weiter nach Canmore, wo wir eine Essenspause einlegten. Der 14.000-Einwohner-Ort liegt knapp außerhalb der Grenzen des Banff Nationalpark, was aber nichts daran ändert, dass er trotzdem sehr beschaulich inmitten der atemberaubenden Kulisse der ihn umgebenen Rocky Mountains liegt.

Nach einem sehr leckeren Truthahn-Sandwich und einer Buddha-Bowl im Communitea Cafe legten wir noch einen Abstecher bei der Brauerei The Grizzly Paw ein, wo ich erstmal meine Craftbeer-Vorräte aufstockte.

Alkoholische Getränke dürfen in Kanada übrigens nicht im Fahrgastbereich transportiert werden, sondern sollten sich immer im Kofferraum befinden. Bei unserem Pickup-Truck war das natürlich nicht möglich, weshalb ich die Craftbeere während der Fahrt in meinem geschlossenen Koffer auf der Rückbank transportiert habe. Ich weiß nicht, ob das so legal gewesen wäre, aber wir wurden auch auf unserer Reise nicht einmal angehalten und kontrolliert. Generell haben wir sehr wenig Polizei abseits der Großstädte gesehen.

GPS: 51.090505°, -115.358482° (OpenStreetMap, Google Maps)

National Park Discovery Pass

Nation Park Discovery Pass

Nach der Stärkung in Canmore fuhren wir wieder auf den Trans-Canada Highway und erreichten nach kurzer Zeit die Grenze zum Banff National Park. Ähnlich wie an einer Mautstelle wurden wir dort an kleine Häuser geleitet, an denen wir einen National Park Permit erwerben konnten. Je nach Dauer eures Aufenthaltes habt ihr verschiedene Möglichkeiten, es gibt Permits, die nur für wenige Tage gültig sind und die ihr als hässliche Quittung mit dem Datum auf die Windschutzscheibe geklebt bekommt, oder es gibt den Discovery Pass, der für ein ganzes Jahr gültig ist. Da der Permit für mehrere Tage in unserem Fall teurer gewesen wäre als der Discovery Pass, entschieden wir uns natürlich für die schönere Version in Form eines Badges zur Anbringung am Rückspiegel. Das ersparte uns auch etwas Zeit, denn an den Kontrollstellen für die Park Permits wurde unser Pass schon von weitem erkannt und wir wurden durchgewunken, die Fahrzeuge mit Quittungen an der Windschutzscheibe mussten meist zur Kontrolle anhalten.

Banff National Park

Kurze Zeit später waren wir bereits auf den Straßen des Nationalparks unterwegs. Aufgrund der vielen freilaufenden Tiere sind die Geschwindigkeitsbegrenzungen im Nationalpark nochmal etwas niedriger als außerhalb, was uns viel Zeit gab, die wundervolle Natur um uns herum zu betrachten. Trotzdem solltet ihr als Fahrer natürlich immer die Straße vor euch in den Augen haben. Es kommt schonmal vor, dass hinter einer Kurve ein Bär auf der Straße steht und ihr schnell reagieren müsst, um ihn nicht zu überfahren, ich spreche da aus Erfahrung.

GPS: 51.241291°, -115.512836° (OpenStreetMap, Google Maps)

Erstes Wildlife

Wapiti im Banff National Park

Ein paar Kilometer weiter erspähten wir auch schon unser erstes Wildlife. Das es was zu sehen gibt, erkennt ihr immer daran, dass bereits einige Autos mit Warnblinker am Straßenrand stehen (Es sei denn, ihr seid als erstes am Ort des Geschehens, also Augen aufhalten). Wir stellten uns hinter die bereits parkenden Autos und schauten uns um. Direkt auf der Wiese neben der Straße graste ein Rudel Wapitis, denen wir eine Zeitlang interessiert zusahen.

Johnson Lake

Karte an den Koordinate 51.198836°, -115.489740°

Johnson Lake

Nach diesem Schauspiel fuhren wir dann zur ersten echten Sehenswürdigkeit, dem Johnson Lake. Wir spazierten einmal um den See, wo wir auch gleich den ersten Chipmunks beim Bau ihrer Winterunterschlüpfe zusehen konnten.

GPS: 51.198836°, -115.489740° (OpenStreetMap, Google Maps)

Two Jack Lake

Karte an den Koordinate 51.230801°, -115.495997°

Two Jack Lake

Nur ein paar Kilometer weiter fanden wir den nächsten See, den Two Jack Lake. Auch hier war die Kulisse wieder wunderschön, aber auf eine Wanderung verzichteten wir dieses Mal. Nach einer kurzen Fotopause fuhren wir weiter zum Lake Minnewanka, der direkt an den Two Jack Lake anschließt.

GPS: 51.230801°, -115.495997° (OpenStreetMap, Google Maps)

Lake Minnewanka

Karte an den Koordinate 51.248898°, -115.495030°

Der Lake Minnewanka ist mit 21km Länge der zweitlängste Gletschersee in den kanadischen Rocky Mountains. Der See ist touristisch erschlossen und es werden Bootstouren auf dem See angeboten. Aufgrund des doch ziemlich hohen Preises entschieden wir uns aber gegen eine Bootsfahrt.

Ihr könnt den Lake Minnewanka Cruise auch in einer Kombination mit verschiedenen anderen Events erwerben, zum Beispiel im Ultimate Explorer Package, in dem noch eine Fahrt in der Banff-Gondola, sowie eine Gletscherwanderung (die unserer Meinung nach allerdings ziemlich lächerlich ist, aber dazu in einem späteren Artikel mehr) enthalten sind.

GPS: 51.248898°, -115.495030° (OpenStreetMap, Google Maps)

Douglas Fir Resort & Chalets

Karte an den Koordinate 51.184417°, -115.549366°

Loft im  Douglas Fir Resort & Chalets

Am Abend führte es uns dann in unsere Unterkunft, dem Douglas Fir Resort & Chalets, in dem wir ein Loft bezogen. In der Holzhütte im Wald hatten wir zwei Schlafzimmer, einen großen Wohnraum mit Balkon, sowie eine komplett ausgestattete Küche zur Verfügung. Das Holz für den Kamin wurde uns ebenfalls gestellt, sodass wir jeden Abend gemütlich vor dem Kaminfeuer ausklingen lassen konnten. Eine sehr schöne Unterkunft, die wir gerne weiterempfehlen!

Nach dem Abendessen schmiedeten wir dann vor dem Kaminfeuer unsere Pläne für den nächsten Tag, aber darüber erfahrt ihr dann im nächsten Artikel dieses Reisetagebuches mehr!

GPS: 51.184417°, -115.549366° (OpenStreetMap, Google Maps)

Galerie (15 Fotos)

Willi Thiel

Geschrieben von Willi Thiel am 7. Oktober 2018.


Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Kommentare

Sei der Erste, der einen Kommentar hinterlässt: