Banff und Umgebung

Reisetagebuch Kanada – Tag 5: Rund um einen der touristischsten Orte Kanadas

vor 6 Jahren veröffentlicht unter Reisen Kanada.

Den fünften Tag nutzten wir dazu, die Umgebung des traumhaften Ortes Banff zu erkunden. Am Morgen führte es uns zu den Bow Falls, anschließend spazierten wir durch den nahegelegenen Johnston Canyon zu den Lower Falls. Nach einem weiteren gescheiterten Versuch, den Moraine Lake zu besuchen, fuhren wir zurück nach Banff und dort mit der Banff Gondola auf den Sulfur Mountain. Ursprünglich wollten wir am Abend noch die Banff Hot Springs besuchen, allerdings waren die wenig einladenden Pools gnadenlos überfüllt, sodass wir schnell wieder zurück zu unserer Unterkunft fuhren.

Bow Falls

Karte an den Koordinate 51.166886°, -115.560486°

Gleich am Ortsrand von Banff könnt ihr die Bow Falls finden. Relativ klein, werden sie aufgrund ihrer Nähe zu Banff von vielen Touristen besucht. Über einen kurzen Wanderweg spazierten wir an den schönen Wasserfällen entlang und genossen das Rauschen des Wassers bei wieder einmal bestem Wetter.

Wie der Wasserfall kann sich auch die Aussicht auf den Bow River hinter den Bow Falls sehen lassen, von hier aus starten auch diverse Rafting-Boote auf ihre Abenteuer.

GPS: 51.166886°, -115.560486° (OpenStreetMap, Google Maps)

Johnston Canyon

Karte an den Koordinate 51.245622°, -115.839931°

Jonston Canyon

Anschließend ging es zum Johnston Canyon, der gleich am Bow Valley Parkway zu finden ist. Da sowohl der Parkplatz vor dem Canyon, als auch das „Overflow Parking“ auf der anderen Seite der Straße voll ausgelastet und daher geschlossen waren, stellten wir unseren Wagen auf dem breiten Seitenstreifen des Bow Valley Parkways ab. Wenn keine Parkverbotsschilder aufgestellt sind und ihr euren Mietwagen hinter der Linie der Straßenbegrenzung abstellt, werdet ihr auch nicht abgeschleppt, so jedenfalls unsere Erfahrung.

Leider ist der Weg durch den Canyon größtenteils asphaltiert, was ihn eher ungeeignet für eine Wanderung macht. Erst dachte ich, dies sei aus Barrierefreiheitsgründen, aber nachden wir über dicke Felsen klettern mussten, die mitten auf dem Weg lagen, war auch das kein valider Grund mehr für den knie- und sprunggelenkschädigenden Belag. Keine Ahnung, was man sich dabei gedacht hat. An Stellen an denen der Canyon eng wird, sind Brücken und Stege an der Canyonwand angebracht, was wir wiederum für eine sehr schöne Lösung hielten.

GPS: 51.245622°, -115.839931° (OpenStreetMap, Google Maps)

Lower Falls

Karte an den Koordinate 51.253863°, -115.838064°

Lower Falls Johnston Canyon

Nach ca. 1,1 km erreichten wir die Lower Falls, einen etwa zehn Meter hohen Wasserfall. Durch eine kleine Höhle kann man bis direkt an den Wasserfall gehen, dort ist allerdings nur für wenige Personen Platz. Die Schlange am Eingang der Höhle war deshalb relativ lang, wir mussten ca. 30 Minuten warten, bis wir in die Höhle konnten. Wirklich spektakulär war der Anblick nicht, wenn ihr allerdings etwas Zeit mitgebracht habt, lohnt sich das Anstellen schon.

Nach weiteren 2,7 km könnt ihr die Upper Falls erreichen, die mit einer Höhe von 30 Metern wesentlich beeindruckender aussehen. Und nochmals 5,8 km weiter gelangt ihr zu den Ink Pots, mehrere bunte, wunderschön in die Landschaft eingebettete Seen, aus denen regelmäßig Blasen aufsteigen. Diesen Weg sparten wir uns allerdings und kehrten durch den Canyon zurück zu unserem Auto.

GPS: 51.253863°, -115.838064° (OpenStreetMap, Google Maps)

Moraine Lake

Wir starteten einen weiteren Versuch, den Moraine Lake zu besuchen. Die Straße zu den Parkplätzen am See war wegen Überfüllung der Parkplätze wieder einmal gesperrt. Deshalb fuhren wir zum Overflow Parking des Lake Louise, von wo aus ein Shuttle für 10 CAD (6,60 €) zum Moraine Lake fährt. Aber auch das war ein großer Reinfall, die Betreiber des Shuttles hatten nämlich um 14 Uhr schon Feierabend gemacht, obwohl uns am Vortag gesagt wurde, dass das Shuttle bis mindestens 17 Uhr fährt.

Am Stand für das andere Shuttle zu Lake Louise wurde uns verraten, dass vom Besucherzentrum in Lake Louise ebenfalls Shuttles zum Moraine Lake fahren, diese allerdings 25 CAD (~ 17 €) pro Person kosten. Das war uns dann für 10 Minuten Busfahrt doch zu teuer und wir machten uns auf den Weg zurück nach Banff.

Banff Gondola

Karte an den Koordinate 51.148214°, -115.555860°

In Banff angekommen fuhren wir zur Banff Gondola, wo wir auch auf Anhieb einen Parkplatz fanden. Am Schalter kauften wir uns Eintrittskarten für 64 CAD (~ 42 €) pro Person. Alternativ könnt ihr die Tickets auch online auf der Internetseite der Banff Gondola erwerben, dann sind sie etwas günstiger.

Ohne Wartezeit betraten wir die Gondola, welche uns auf den Sulfur Mountain fuhr. Von dort aus führt ein Wanderweg auf den Gipfel des Sulfur Mountain, dem wir sogleich folgten,

GPS: 51.148214°, -115.555860° (OpenStreetMap, Google Maps)

Sulfur Mountain Cosmic Ray Station

Karte an den Koordinate 51.147162°, -115.578915°

Aussicht von der Sulfur Mountain Cosmic Ray Station

Oben angekommen war die Aussicht phänomenal, vor uns lag ein wunderschönes, von hohen Bergen umgebenes Tal und in dessen Mitte der Ort Banff. Durch das Tal schlängelt sich der Bow River und auf der anderen Seite konnten wir den Lake Minnewanka gut erkennen. Ein Besuch der Aussichtsplattform auf dem Sulfur Mountain ist definitiv ein Pflichtbesuch in Banff!

Auf unserem Abstieg beobachteten wir wieder einmal unzählige Chipmunks, die ebenso vorwitzig die ganzen Touristen beobachteten. Vermutlich werden diese trotz Verbots regelmäßig von Touristen gefüttert und halten sich deshalb links und rechts der Wege auf.

GPS: 51.147162°, -115.578915° (OpenStreetMap, Google Maps)

Banff

Karte an den Koordinate 51.175225°, -115.571039°

Zum Abschluss erkundeten wir noch ein wenig den Ort Banff, der auf einer Höhe von 1400 bis 1639 Metern liegt und damit nach Lake Louise der zweithöchste Ort in Alberta ist. Gegründet 1880 beim Bau der transkontinentalen Eisenbahn, entdeckten Bauarbeiter 1883 in der Nähe eine Reihe heißer Quellen. Daher stammt auch der Name des Berges „Sulfur Mountain“, der sich gleich neben Banff befindet. Seit 1985 zählt der ca. 8000 Einwohner haltende Ort und der ihn umgebende Banff National Park zum Unesco Weltkulturerbe.

Für den Abend hatten wir noch einen Besuch in den Hot Springs Banff geplant, aber deren nicht besonders einladende Lage, wo man ständig von oben von Touristen im Pool beobachtet wird, wie auch die gnadenlose Überfüllung schreckten uns dermaßen ab, dass wir in unsere Unterkunft fuhren. Dort ließen wir den Abend vor dem Kaminfeuer ausklingen und bereiteten uns auf unseren nächsten Tag vor, aber dazu mehr im nächsten Teil dieses Reisetagebuches.

GPS: 51.175225°, -115.571039° (OpenStreetMap, Google Maps)

Galerie (22 Fotos)

Willi Thiel

Geschrieben von Willi Thiel am 21. Oktober 2018.


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