Über den Icefields Parkway

Reisetagebuch Kanada – Tag 6: Durch den nördlichen Teil des Banff National Parks

vor 6 Jahren veröffentlicht unter Reisen Kanada.

An unserem sechsten Tag in Kanada standen einige längere Autofahren auf den Programm, denn es ging in den nördlichen Teil des Banff National Parks. Bevor es uns aber über den Trans-Canada-Highway und den Icefields Parkway nach Norden führte, genossen wir am Morgen noch die traumhafte Aussicht vom Cascade Mountain auf Banff. Anschließend fuhren wir 100 km gen Norden, bis wir den Bow Lake erreichten. Nach einer kleinen Wanderung am türkisfarbenden Peyto Lake erreichten wir unser nördlichstes Ziel an diesem Tag, die Saskatchewan River Crossing. Auf dem Rückweg legten wir noch eine kleine Rast an den Waterfowl Lakes ein und schafften es auch endlich, den Lake Moraine zu besuchen. Genaueres zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten könnt ihr nun in diesem Teil meines Kanada-Reisetagebuches erfahren.

Cascade Mountain

Karte an den Koordinate 51.197022°, -115.588187°

Aussicht vom Cascade Mountain auf Banff

Nachdem wir am Vortag bereits mithilfe der Banff Gondola den Sulfur Mountain bestiegen haben und uns Banff von Richtung Süden aus angesehen haben, fuhren wir heute als ersten zum Aussichtspunkt auf dem Cascade Mountain, um uns das wunderschöne Tal auch noch einmal von Norden anzusehen. Auf der gemütlichen Wiese, auf der auch zwei Red Chairs ihren Platz gefunden haben, hatte eine Gruppe Jugendlicher ihr Lage aufgeschlagen und fertigte Zeichnungen von der grandiosen Aussicht.

GPS: 51.197022°, -115.588187° (OpenStreetMap, Google Maps)

Bow Lake

Karte an den Koordinate 51.679105°, -116.464474°

Dann hieß es erstmal Autofahren, denn unser nächster Stopp Bow Lake lag etwa 100 km nördlich von Banff. So ging es erst auf den Trans-Canada-Highway und anschließend auf den Icefields Parkway. Nach einer guten Stunde erreichten wir unser Ziel und die Fahrt hatte sich gelohnt! Der Bow Lake zählt definitiv zu den schönsten Seen, die wir uns in Kanada angesehen haben. Dementsprechend hielten wir uns auch relativ lange hier auf und spazierten an dem schönen See entlang. Trotz in unmittelbarer Nähe zum See befindlichem Hotel und Restaurant waren wir die ganze Zeit vollkommen für uns alleine und konnten die Ruhe und die Natur in vollen Zügen genießen.

GPS: 51.679105°, -116.464474° (OpenStreetMap, Google Maps)

Peyto Lake

Karte an den Koordinate 51.716591°, -116.498496°

Blick auf den Peyto Lake

Doch das eigentliche Highlight an diesem Tag sollte noch folgen, denn nur ein paar Kilometer hinter dem Bow Lake befindet sich der türkisfarbende Peyto Lake. Der Gletschersee ziert aufgrund seine auffälligen Farbe viele Bildbände über Kanada. Und das zu Recht, denn der Anblick war wirklich der Wahnsinn!

Touristen am Peyto Lake

Was uns bereits an fast allen Sehenswürdigkeiten in den National Parks aufgefallen ist, konnte man aber leider auch hier wieder eindrucksvoll beobachten. Denn statt die Natur zu bewundern und zu erhalten, kommen die meisten Touristen wohl in die National Parks um sie zu zerstören. Anders kann ich mir deren Verhalten nicht erklären.

Der Bereich vor der großen Aussichtsplattform auf den See war eingezäunt und auf Schildern wurde darauf hingewiesen, dass der Bereich aufgrund des Erosionsschutzes nicht betreten werden soll. Wie sehr das manche Menschen interessiert, könnt ihr auf obigem Foto sehen. In diesem Sinne sei auch nochmal auf einen aktuellen Spiegel Online Artikel hingewiesen, der mir aus der Seele spricht.

GPS: 51.716591°, -116.498496° (OpenStreetMap, Google Maps)

Saskatchewan River Crossing

Karte an den Koordinate 51.970750°, -116.720990°

Verbrannter Wald an der Saskatchewan River Crossing

Ein paar Kilometer weiter nördlich erreichten wir unser nördlichstes Ziel an diesem Tage, die Saskatchewan River Crossing. An diesem Ort überquerten Pelzhändler im 19. Jahrhundert den Saskatchewan River. Wir stellten unseren Wagen ab und spazierten ein Stück am Saskatchewan River entlang. Was uns dort sofort ins Auge fiel, waren die Überreste eines Waldbrandes vor vier Jahren. Nach einem etwa 30-minütigem Spaziergang traten wir unseren Rückweg nach Banff an.

GPS: 51.970750°, -116.720990° (OpenStreetMap, Google Maps)

Waterfowl Lakes

Karte an den Koordinate 51.849736°, -116.628463°

Unterwegs legten wir noch eine kurze Rast an den Waterfowl Lakes ein, zwei Seen, die sich gleich neben dem Icefields Parkway befinden und ein einladendes Fotomotiv waren.

GPS: 51.849736°, -116.628463° (OpenStreetMap, Google Maps)

Lake Moraine

Karte an den Koordinate 51.329435°, -116.181594°

Lake Moraine

Am Abend starteten wir dann noch einen letzten Versuch, den Lake Moraine zu erreichen. Im insgesamt vierten Versuch hat es dann auch endlich geklappt und die Straße zum Lake Moraine war nicht gesperrt. Es dauerte eine Weile, bis wir einen Parkplatz hatten, anschließend spazierten wir zum nur wenige Meter vom Parkplatz entfernten Lake Moraine. Leider wurden wir enttäuscht. Dieser ganze Hype und dieser ganze Stress für diesen See? Da haben wir aber schon einige schönere Seen auf unserer Reise gesehen. Nicht, dass der Lake Moraine nicht auch sehr schön anzusehen wäre, aber diesen ganzen Hype hat er wahrlich nicht verdient.

Lake Moraine

Trotzdem musste ich natürlich das obligatorische Lake Moraine Foto schießen, um den Hype weiter anzufeuern. Der Lake Moraine war dann auch der letzte Stopp für uns an diesem Tag, gemütlich fuhren wir über den Bow Valley Parkway zurück nach Banff, wo wir unsere Sachen packten, denn am nächsten Tag sollte es weiter gehen in den Jasper Nationalpark. Doch dazu mehr im nächsten Artikel.

GPS: 51.329435°, -116.181594° (OpenStreetMap, Google Maps)

Galerie (19 Fotos)

Willi Thiel

Geschrieben von Willi Thiel am 28. Oktober 2018.


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