Eine Rundfahrt duch Havanna

Kuba-Tagebuch – Tag 3: Per Taxi zu den Sehenswürdigkeiten außerhalb des Zentrums

vor 3 Jahren veröffentlicht unter Reisen Kuba.

Nachdem wir am Vortag das historische Zentrum von Havanna zu Fuß erkundet haben, standen für unseren dritten Tag in Kuba ein paar Taxifahrten zu den etwas abgelegeneren Sehenswürdigkeiten auf dem Programm.

Kubanisches Frühstück

Frühstück Kuba

Zuallererst gab es aber das allmorgendliche Casa-Frühstück. In jeder Casa Particulares wurde uns für 5 CUC (~4,50 €) Frühstück angeboten und wir haben das Angebot auch immer angenommen. Das Frühstück hat sich in den verschiedenen Casas nur unwesentlich unterschieden. Es gab immer sehr viel Obst (so gut wie immer Papaya, Guave, Bananen, Ananas, Orangen und Pampelmuse), ein wenig Gemüse – meist Gurken und Tomaten, dazu Rührei, Spiegelei oder Omelette (je nach Wunsch) und ein paar Brötchen mit Butter, Käse und Brotaufstrich aus tropischen Früchten.

Dazu gab es immer heißen Kaffee und heiße Milch, auf Nachfrage auch schwarzen Tee. Außerdem gab es immer frischen Fruchtsaft aus Papayas, Guaven oder Melonen.

Castillo de los Tres Reyes del Morro

Castillo de los Tres Reyes del Morro

Nach dem Frühstück war unser erstes Ziel die Festung Castillo de los Tres Reyes del Morro. Wir schnappten uns ein Oldtimertaxi und ließen uns für 8 CUC durch den Tunnel unter der Hafeneinfahrt hindurch zur Festung fahren. Der Eintritt zur Festung war frei, im Inneren der Festung hätten wir allerdings für 6 CUC ein Museum besuchen können. Da wir aber nur die Aussicht auf Havanna genießen wollten, verzichteten wir auf einen Besuch im Museum. Von der Festung aus hatten wir eine tolle Aussicht auf den Malecón und die Altstadt von Havanna, der Besuch hat sich gelohnt!

Ebenfalls auf der Festung befinden sich zwölf großen Kanonen, welche die Namen der zwölf Apostel tragen. Jeden Abend um 21 Uhr wird eine der Kanonen abgefeuert, was daran erinnert, dass früher mittels Kanonenschuss das Schließen der Stadttore Havannas angekündigt wurde. Um das zu erleben, müsst ihr natürlich um 21 Uhr bei der Festung sein. Im Februar ist es dann allerdings bereits dunkel, weshalb wir uns dagegen entschieden haben. Den Kanonenschuss hörten wir aber auch immer deutlich in Havanna.

Plaza de la Revolución José Martí

Plaza de la Revolución José Martí

Nachdem wir die Festung ausgekundschaftet hatten, schnappten wir uns wieder ein Oldtimertaxi und ließen uns für 15 CUC zum Plaza de la Revolución fahren.

Der Plaza de la Revolución ist der größte innerstädtische Platz Havannas. Hier befindet sich das Innenministerium mit dem Portrait von Che Guevara, sowie das Informationsministerium mit dem Portrait von Camilo Cienfuegos.

José Martí Memorial

José Martí Memorial

Ebenfalls am Plaza de la Revolución José Martí befindet sich das 109 Meter Hohe José Martí Memorial. Im inneren des Memorials ist ein Museum untergebracht, welches wir aber nicht besucht haben.

Abgesehen vom doch recht beeindruckenden Memorial und den beiden Portraits von Che und Camilo an den Ministerien gibt es am Plaza de la Revolución aber nicht viel zu sehen. Trotzdem solltet ihr ihn bei einem Havanna-Aufenthalt mal besucht haben, alleine wegen seiner geschichtlichen Bedeutung.

La Torre

La Torre

Am Plaza de la Revolución José Martí schnappten wir uns ein Autorikscha-Taxi und ließen uns für 10 CUC zum Restaurant La Torre fahren. Das Restaurant befindet sich im 33. Stock des Edificio Focsa, dem höchsten Gebäude in ganz Kuba und einem der sieben Wunder kubanischer Ingenieurskunst. Aus dem Restaurant hatten wir einen wunderschönen 360°-Blick auf Havanna, ein absolutes Highlight!

Nachdem wir bei der tollen Aussicht ein paar Sandwichs und noch mehr Mojitos zu uns genommen hatten, ließen wir uns für 10 CUC von einem Lada-Taxi zurück zu unserer Casa fahren.

Bici Taxi Rundfahrt

Bici Taxi Rundfahrt

Da der Tag noch jung war, aber wir bereits ziemlich erschöpft, schnappten wir uns ein Bici-Taxi. Bici-Taxis sind das normale Fortbewegungsmittel von Kubanern, die Bici-Taxi-Fahrer bieten aber natürlich auch sehr gerne Rundfahrten für Touristen an. So ließen wir uns für 10 CUC eine Stunde lang durch die Altstadt fahren. Das Fahren im Bici-Taxi war sehr angenehm und wir bekamen nochmal sehr viel von Vieja mit, ohne selbst laufen zu müssen. Außerdem wurden wir immer von den vielen Jineteros in Ruhe gelassen, wenn wir mit einem Kubaner unterwegs waren, auch mal sehr entspannend!

Internet in Kuba

Etecsa

Die Fahrt hat uns durstig gemacht und so waren wir auf der Suche nach einer Bar für unseren nächsten Mojito. Auf dem Weg dahin kamen wir an einem großen Hotel vorbei, in dem es Internet über WLAN gab. Ob in der Nähe Internet verfügbar ist, erkennt ihr übrigens immer daran, dass viele Kubaner mit ihren Smartphones auf der Straße stehen.

Das WLAN großer Hotels und die Etecsa Internetcafés sind die einzige Möglichkeit, in Kuba ins Internet zu kommen. Da es in den Etecsa Internetcafés nur wenige Workstations gibt, bilden sich davor immer recht lange Warteschlangen, weshalb ich das Etecsa-WLAN bevorzugt habe.

Aber auch im WLAN der großen Hotels kann es zu Warteschlangen kommen, da nur eine begrenzte Anzahl IP-Adressen vergeben werden – wenn alle vergeben wurden müsst ihr warten, bis wieder eine frei wird. Das ist mir auf unserer Reise allerdings nur zweimal passiert.

An den Rezeptionen der Hotels könnt ihr Zugangskarten für das WLAN über 30 oder 60 Minuten kaufen. Der normale Preis beträgt 1 CUC für 30 Minuten und 2 CUC für 60 Minuten. Natürlich wurde ich beim Kauf meiner ersten Zugangskarte abgezockt und habe satte 4,50 CUC für 60 Minuten gezahlt.

Nachdem ihr euch eingeloggt habt, könnt ihr das Internet für die Laufzeit der Karte nutzen. Erwartet allerdings kein schnelles Internet, es reicht gerade um eure Emails zu checken und ein paar Kleinigkeiten nachzusehen. Ein Fotoupload dauert schon mal 30 Minuten und länger. Wenn ihr die komplette Zeit nicht während einer Session aufbraucht, dann solltet ihr euch unter http://1.1.1.1 ausloggen! Tut ihr das nicht, verfällt die restliche Zeit – aber das wird euch in Kuba niemand verraten.

Le Figaro

Nachdem wir uns im Internet auf den neusten Stand gebracht hatten und am Plaza de Armas noch den ein oder anderen Mojito getrunken hatten, ging es wie bereits am Vortag zu Le Figaro. Und wie am Vortag gab es wieder Hummer mit viel zu vielen Mojitos …

Galerie (20 Fotos)

Willi Thiel

Geschrieben von Willi Thiel am 20. März 2016.


Vorheriger Artikel

Kommentare

Sei der Erste, der einen Kommentar hinterlässt: