Porto: Reisebericht

Ein Wochenende in der Hauptstadt des Nordens

vor 2 Jahren veröffentlicht unter Reisen  Portugal.

Im Januar ist es bekanntlich kalt in Deutschland, da kamen uns die günstigen Flugpreise bei Luxair wie gerufen und so führte es uns für ein Wochenende in den warmen Süden, in eine der ältesten Städte Europas, in die „Hauptstadt des Nordens“, nach Porto.

Dank Airbnb war schnell eine wunderschöne und günstige Unterkunft im Zentrum des Geschehens gefunden und einer dreitägigen Stadterkundung stand nichts mehr im Wege.

Ankunft

Apartment

Aufgrund des schlechten Wetters in Deutschland erreichten wir den Flughafen in Porto mit knapp zwei Stunden Verspätung. Der Flughafen ist direkt an die Metro angeschlossen, mit der Metrolinie E kommt ihr direkt in die Innenstadt. Falls ihr vorhabt, öfter mit Metro und Bus zu fahren, solltet ihr den Kauf einer Andante Tour-Karte in Betracht ziehen. Diese bekommt ihr in der Tourist-Information und sie ist günstiger als die Mehrtageskarten an den Metro Automaten! Die Altstadt von Porto ist allerdings sehr kompakt und wenn ihr nicht vorhabt zum Strand oder an den Stadtrand zu fahren, könnt ihr alles auch locker fußläufig erreichen.

Trotz der zwei Stunden Verspätung unseres Fluges erreichten wir dank der guten Anbindung des Flughafens noch am frühen Nachmittag unser wunderschönes Apartment im Dachgeschoss eines im traditionellen portugisischen Stil renovierten Hauses.

Capela de Santa Catarina

Capela de Santa Catarina

Nachdem wir uns in unserer Ferienwohnung eingerichtet hatten, brachen wir auf einen Spaziergang in die direkte Umgebung unseres Apartments auf. Überall in der Stadt stolperten wir über kleine Tante-Emma-Läden und Obst- und Gemüseläden, was Stadt einen sehr gemütlichen Touch gibt. Durch Zufall stießen wir während unseres Spazierganges auf die Capela de Santa Catarina, eine sehenswerte, mit wunderschönen Kacheln verzierte alte Kirche.

Anschließend stärkten wir uns in einem der zahlreichen Cafés, in denen es unendlich viele Leckereien gibt – das Beste an Porto ist ganz klar das Essen!

Câmara Municipal do Porto

Câmara Municipal do Porto

Nach der kurzen Stärkung ging es über den Praça da Liberdade an der Stadthalle vorbei ins Barviertel, wo wir uns ein nettes Restaurant suchten.

Galeria de Paris

Schnell wurden wir fündig, die Galerie de Paris ist eine mit Antiquitäten vollgestopfte alte Apotheke, die zu einem Restaurant umgebaut wurde. Die Einrichtung ist extrem schick und das Essen war sehr lecker, außerdem gab es unaufdringliche Live-Musik. Solltet ihr in der Gegend sein, dann stattet der Galeria de Paris doch einen Besuch ab!

Einige Mojitos später stolperten wir zurück in unser Apartment, dass sich glücklicherweise in unmittelbarer Nähe des Barviertels befand.

Mercado do Bolhão

Mercado do Bolhão

Am nächsten Morgen ging es zuallererst zur Markthalle Mercado do Bolhão, wo jede Menge frisches Obst und Gemüse sowie fangfrischer Fisch angeboten wurde. Wir deckten uns erstmal mit einem Kilogramm Erdbeeren für nur 1,79 € ein – die besten Erdbeeren, die ich jemals im Januar gegessen habe! Anschließend bummelten wir noch ein wenig durch die Markthalle und beobachteten das Treiben.

Praça da Liberdade

Praça da Liberdade

Anschließend ging es wieder zum Praça da Liberdade, einem großen Platz im Zentrum von Porto, der auch das Stadtzentrum markiert. Neben der Stadthalle könnt ihr auf dem Praça da Liberdade noch einen Brunnen und mehrere Statuen bewundern.

Imperial McDonalds

Imperial McDonalds

Außerdem könnt ihr in einem denkmalgeschützten Haus am Praça da Liberdade das schönste McDonalds der Welt besuchen. Auch wenn ihr dort nichts essen wollt, so solltet ihr doch einen kurzen Blick in das Gebäude des Imperial McDonalds werfen.

Igreja dos Clérigos

Igreja dos Clérigos

Nachdem wir den Praça da Liberdade hinter uns gelassen haben, führte es uns zur wohl berühmtesten Sehenswürdigkeit in Porto, der Igreja dos Clérigos. Der Glockenturm der barocken Kirche, der Torre dos Clérigos, ist der höchste Glockenturm in Portugal und das Wahrzeichen von Porto. Für 3 € könnt ihr die Kirche besichtigen und durch das wirkliche extrem enge Treppenhaus auf die Spitze des Glockenturms aufsteigen. Ständiger Gegenverkehr und garantiertes Steckenbleiben machen es zu einem unvergesslichen Erlebnis! Einmal oben angekommen ist die Aussicht über Porto aber grandios, ein Anblick den ihr euch nicht entgehen lassen solltet!

Mercado Ferreira Borges

Zwischendurch gab es einen etwas außergewöhnlichen, auf Holzkohlegrill gegrillten Burger mit der besten Limonada Portugals im N'O Mercado in der oberen Etage des Mercado Ferreira Borges. Das Mercado Ferreira Borges ist eine restaurierte und nun für Events genutzten Markthalle, das Restaurant im Obergeschoss hat aber täglich geöffnet und war unglaublich lecker, ein Pflichtbesuch!

Ponte Dom Luís I

Ponte Dom Luís I

Am Abend führte es uns dann ans Ufer des Douro. An den vielen alten, bunten Kaufmannshäusern vorbei spazierten wir zur Ponte Dom Luís I, einer Bogenbrücke die Porto mit der Stadt Vila Nova de Gaia verbindet. Entworfen von einem Schüler Gustave Eiffels und erbaut im Jahre 1875 gehört sie mit der historischen Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

In unmittelbarer Nähe der Brücke fährt die Kabelbahn „Funicular dos Guindais“, die eine Höhenunterschied von 61 Metern überbrückt und uns so den mühsamen Aufstieg zur oberen Ebene der Brücke erspart hat. Von der oberen Etage der Brücke habt ihr einen traumhaften Ausblick auf die Altstadt von Porto. Vor allem bei tiefstehender Sonne am Abend war der Anblick der bunten Häuser phänomenal! Das absolute Highlight unseres Porto-Wochenendes!

Strand

Strand

Am Sonntag zeigte sich dann das für Porto im Januar übliche Wetter: Regen. Doch ließen wir uns davon nicht abschrecken und verbrachten fast den ganzen Tag am Strand. Während wir die 3 km vom Hafen bis zur Mündung des Douro entlang spazierten, beobachteten wir die zahlreichen Wellensurfer, die ebenfalls dem Wetter trotzten. Am späten Nachmittag ging es dann schon wieder zum Flughafen und anschließend zurück ins kalte Deutschland.

Fazit

Porto ist eine sehr schöne und kompakte Stadt, die ihr auf jeden Fall besuchen solltet! Lasst euch nicht allzu sehr von den Details abschrecken und schaut nicht zu sehr hinter die Fassaden (und auch nicht nach oben), sondern lasst die Stadt als Gesamtgebilde auf euch wirken. Drei Tage reichen auch vollkommen aus um die Stadt kennenzulernen, zumal es nicht wirklich viele Sehenswürdigkeiten gibt.

Galerie (29 Fotos)

Willi Thiel

Geschrieben von Willi Thiel am 24. Januar 2016.


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