Rostock: Reisebericht

Eine Erkundungstour durch die Hansestadt Rostock und das wunderschöne Ostseebad Warnemünde

vor 9 Monaten veröffentlicht unter Reisen  Deutschland.

Wie bereits in den letzten Jahren führte es mich auch zum Jahresende 2016 wieder nach Hamburg zum Chaos Communication Congress. Doch sollte es dieses Mal nicht auf direktem Weg dorthin gehen, denn vorher stand noch eine kleine Ostseerundreise auf dem Programm.

Ostseerundreise

Erstes Ziel meiner Rundreise war die Hansestadt Rostock, nach drei Tagen setzte ich dann mit der Fähre über nach Malmö, wo ich die nächsten vier Tage verbrachte. Bevor mich die Bahn nach Hamburg zum 33. Chaos Communication Congress brachte, stattete ich Kopenhagen noch einen eintägigen Besuch ab.

In vier Blogartikeln werde ich über diese Reise berichten. Dieser Artikel behandelt dabei das erste Ziel meiner Reise, die Hansestadt Rostock. Alle weiteren Artikel könnt ihr hier finden:

  1. Reisebericht: Rostock
  2. Reisebericht: Malmö
  3. Reisebericht: Kopenhagen
  4. Hamburg: 33C3 Impressionen

Julius Krahnstöver Likörfabrik

Karte an den Koordinate 54.087421°, 12.143868°

Likörfabrik

Nach einer langen, aber pünktlichen Zugfahrt erreichten wir Rostock am frühen Abend. Nachdem wir in unserer Unterkunft, dem Motel One Rostock eingecheckt hatten, führte es uns hungrig zum Restaurant Likörfabrik. Dort probierte ich mich am „Hirschkalbsbraten an Gnocchi“ und wurde nicht enttäuscht. Leider ist die Craftbeerbewegung aber noch nicht wirklich in Rostock angekommen und so gab es nur Industriebier aus der Flasche. Hier sehe ich definitiv noch Verbesserungspotential!

Brotzeit Rostock

Karte an den Koordinate 54.087147°, 12.126679°

Brotzeit Rostock

Am nächsten Morgen besuchten wir die Brotzeit Rostock, ein Bäckerei-Café, das sich direkt neben unserem Hotel befand. Der Besuch erwies sich als absoluter Glücksfall, denn ich war noch nie in einer Bäckerei, in der es diese Massen an überaus leckeren Sachen gibt!

Brotzeit Rostock

Zum Frühstück gab es für mich einen großen Milchcafé, ein Rührei-Lachs-Brot und ein Preiselbeeren-Camembert-Brötchen. Der Tag war bereits nach dem Frühstück ein Highlight! Solltet ihr in Rostock unterwegs sein, dann stattet unbedingt der Brotzeit einen Besuch ab, die Auswahl ist unfassbar groß und es schmeckt alles unfassbar lecker!

Warnemünde

Karte an den Koordinate 54.176877°, 12.088754°

Warnemünde am Alten Strom

Nach dem Frühstück brachte uns die S3 zum wunderschönen Ostseebad Warnemünde. Dort spazierten wir bei bestem Wetter am alten Strom entlang. Als wir auf dem Weg in Richtung Westmole – der guten Seeluft sei dank – wieder einmal hungrig wurden, begaben wir uns auf eine Scholle in das Restaurant Kettenkasten. Nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut. Und leider gab es auch im Kettenkasten wieder nur Industriebier.

GPS: 54.176877°, 12.088754° (OpenStreetMap , Google Maps )

Strand

Karte an den Koordinate 54.182964°, 12.083718°

Strand Warnemünde

Gestärkt spazierten wir weiter bis ans Ende der Westmole und abschließend am breiten Sandstrand entlang. Dabei genossen wir das schöne Wetter und die wundervolle Aussicht.

GPS: 54.182964°, 12.083718° (OpenStreetMap , Google Maps )

Hoppen un Molt

Auf dem Rückweg zur S-Bahn-Station machten wir noch einen Abstecher zum „Dit un Dat“ und zur „Genusswelt“, wo ich mich mit ein paar Flaschen Craftbeer der ortsansässigen Brauerei „Hoppen un Molt“ eindeckte – ganz verschlafen hat Rostock den Craftbeerhype dann ja doch nicht! Für jeweils 3,50€ / 3,45€ gab es je ein Spezial American Pale Ale, ein Special Ostsee Stout, ein Baltic Pale Ale und ein Brown Ale, welche mir allesamt sehr gemundet haben!

Feuerherz

Karte an den Koordinate 54.090947°, 12.117715°

Anschließend fuhren wir zu unserem Hotel zurück, wo wir uns für das Rostocker Volkstheater fertig machten, denn am Abend sollte es in das Stück „Feuerherz“ gehen. Mit Musik von und mit der Band Feine Sahne Fischfilet und dessen Sänger Monchi in der Hauptrolle. Das Theaterstück war wirklich grandios, teilweise mit bekannten Liedern der Band, teilweise mit Musik, die extra für das Stück zu den Texten von Goethe gedichtet wurde. Wir waren beide wirklich sehr begeistert von dieser modernen Interpretation von Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“!

Etwas enttäuscht war ich aber vom Volkstheater Rostock, da dieses anscheinend so reich ist, dass dieses es nicht nötig hat, nach dem Theaterstück noch einmal die Bar zu öffnen. Gerade das junge Publikum dieses Stücks hätte mit Sicherheit noch gerne das ein oder andere Bier zum Abschluss getrunken. So mussten wir unser Geld halt in den diversen Clubs auf dem Weg zurück zu unserem Hotel ausgeben.

Brotzeit Rostock

Karte an den Koordinate 54.087147°, 12.126679°

Brotzeit Rostock

Am nächsten Morgen ging es natürlich gleich wieder in das von uns so lieb gewonnene Bäckerei-Café Brotzeit und wieder war der Tag bereits am Morgen ein Highlight.

Hafen

Karte an den Koordinate 54.092900°, 12.128694°

Stephan Jantzen im Rostocker Hafen

Das Wetter meinte es an diesem Tag leider nicht so gut mit uns wie am Vortag. Alles war grau in grau und es hörte gar nicht mehr auf zu regnen. Aber wir trotzten natürlich dem Wetter und machten einen ausgiebigen Spaziergang im Rostocker Stadthafen, in dem unter anderem der sehenswürdige Eisbrecher Stephan Jantzen liegt.

Altstadt

Karte an den Koordinate 54.088286°, 12.135120°

Rostocker Altstadt

Wir spazierten weiter in die Altstadt von Rostock und sahen uns ein paar der prächtigen Giebelhäuser an. Anschließend trennten sich dann die Wege meiner Reisebegleitung und mir, für den Rest der Reise war ich auf mich alleine gestellt.

Braugasthaus zum Alten Fritz

Karte an den Koordinate 54.092176°, 12.126954°

Braugasthaus zum Alten Fritz

Aufgrund des schlechten Wetters und da ich noch etwas Zeit bis zu meiner Fährüberfahrt hatte, begab ich mich auf die Suche nach einer Craftbeer-Bar. Irgendetwas musste es doch da auch in Rostock geben. Und ich wurde tatsächlich fündig, das Braugasthaus zum Alten Fritz im Stadthafen von Rostock hatte das komplette Sortiment der Störtebeker Braumanufaktur im Angebot.

Sehr enttäuscht war ich allerdings darüber, dass es keine Tastings oder „Probierpakete“ mit kleineren Mengen gab. So blieb mir keine andere Wahl, als zum Probieren jeweils eine 0,5l-Flasche zu bestellen – mit teilweise 9% Alkohol. Fassbier gab es immerhin in der 0,33l-Ausführung. Hier sollte man sich ein Beispiel am Störtebeker Store in der Elbphilharmonie nehmen, die gleich mehrere Tastings anbieten. Falls ihr darüber mehr erfahren wollt, der Treverer war erst kürzlich da und hat in seinem „Reisebericht: Elphi, Bier und Pauli – Hamburg kann anstrengend sein“ ausführlich darüber berichtet.

Nach dem fünften oder sechsten Bier erklärte ich mein persönliches Tasting für beendet, denn ich musste den Weg zur Fähre ja noch finden.

Fähre

Karte an den Koordinate 54.152447°, 12.098000°

Stena Line

Obwohl die Fähre der Stena Line nach Trelleborg erst um 23:30 Uhr fahren sollte, nahm ich den letzten Bus der Linie 49 zur Haltestelle Seehafen Fähre. Dieser fuhr leider bereits um 19:01 Uhr. Hier könnte man vielleicht mal darüber nachdenken, sich bei den Abfahrtzeiten der Busse zum Fährhafen an den Ab- und Ankunftszeiten der Fähren zu orientieren.

Glücklicherweise fuhren aber aufgrund des erhöhten Verkehrs in der Vorweihnachtszeit mehrere Fähren und so wurde ich vom netten Personal der Stena Line kostenlos auf eine Fähre um 21:00 Uhr umgebucht. Das ersparte mir einiges an Wartezeit und verlängerte mein „Schlaffenster“, denn die Fahrzeit dieser Fähre war um zwei Stunden länger.

Das Einchecken ging überraschend problemlos vonstatten. Am Stena-Line Schalter bekam ich meine Boarding-Card, die gleichzeitig die Zimmerkarte für meine „Kabine mit Meerblick“ war. Vor dem Fährterminal wurde ich von einem Bus abgeholt, der mich direkt zur Fähre fuhr. Dort angekommen konnte ich sofort mein Zimmer beziehen und so früh schlafen.

Wenn ihr euer Zimmer erst an Bord der Fähre mietet, ist es übrigens viel teurer, als wenn ihr es vorher online bucht. In meinem Fall hat die Online-Buchung 95 € gekostet, an Bord wären satte 140 € für das Zimmer fällig geworden!

Am nächsten Morgen um 5:30 Uhr legte die Fähre in Trelleborg in Schweden an und ich ging von Bord, aber dazu mehr im nächsten Artikel dieser Reihe.

Galerie (20 Fotos)

Willi Thiel

Geschrieben von Willi Thiel am 15. Januar 2017.


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