Um den Ring of Beara

Irland-Tagebuch – Tag 11: Cloonee Loughs, Killmakilloge Viewpoint, Derreen Gardens, Hag of Beara, Kenmare River View, Dooneen Viewpoint, Dursey Island, Gour, Pulleen Harbour, Castletownbere, Roancarrigmore Viewpoint, Garinish West, Garnish Island und der Caha Pass

vor einem Jahr veröffentlicht unter Reisen Irland.

Der elfte Tag unseres Roadtrips auf dem Wild Atlantic Way war leider auch unser letzter kompletter Tag auf der grünen Insel. Diesen nutzten wir um den „kleinen“ Bruder des sehenswerten Ring of Kerrys zu umrunden, den Ring of Beara. Über eine 140 km lange Küstenstraße führte es uns an zahlreichen sehenswerten Küstenabschnitten und gemütlichen Fischerorten vorbei, über die ich euch in diesem Artikel einen kleinen Überblick geben werde.

Streckenverlauf

Da auf dem Ring of Beara im Gegensatz zum Ring of Kerry keine Reisebusse fahren dürfen, erübrigt sich hier die Frage, in welcher Richtung ihr den Ring of Beara umrunden solltet. Wir entschieden uns für die Variante, gegen den Uhrzeigersinn zu fahren. So erreichten wir zuerst die beiden sehr beeindruckenden Seen Cloone Lough Middle und Cloonee Lough Upper. Vorbei am Killmakilloge Viewpoint fuhren wir zu den Derreen Gardens, durch die wir einen ausgiebigen Spaziergang unternahmen. Über den Hag of Beara ging an den Aussichtspunkten Kenmare River View und Dooneen Viewpoint zur Seilbahn nach Dursey Island. Aus Zeitgründen sparten wir uns aber die Überfahrt auf Dursey Island und am weitläufigen Tal mit dem Namen Gour vorbei fuhren wir in den kleinen Ort Castletownbere, wo wir eine Kaffeepause einlegten. Nachdem wir die Aussichtspunkte Roancarrigmore Viewpoint, Adrigole Harbour, Garinish West und Garnish Island besucht hatten, fuhren wir über den beeindruckenden Caha Pass zurück zu unserer Unterkunft in Kenmare.

Cloonee Loughs

Karte an den Koordinate 51.817530°, -9.701315°

Cloonee Loughs

Nach einem wieder mal sehr nahrhaften Full Irish Breakfast in unserer Unterkunft in Kenmare starteten wir unsere Rundfahrt um den Ring of Beara. Unser erstes Ziel waren die Cloone Loughs im Norden der Beara-Halbinsel. Direkt neben dem Naturschutzgebiet Uragh Woods, das um den Lough Inchiquin liegt, befinden sich die drei Cloonee Loughs, der Upper Cloonee Lough, der Middle Cloonee Lough und der Lower Cloonee Lough.

Über einen schmalen Nebenweg fuhren wir am Middle Cloonee Lough vorbei bis zu einem sehr schönen alten Steg am Upper Cloonee Lough. Hier legten wir eine erste kurze Pause ein und genossen die traumhafte Natur in diesem Gebiet. Folgt ihr diesem Nebenweg weiter und haltet euch rechts, erreicht ihr den Steinkreis von Uragh North. Wir verzichteten allerdings aus Zeitgründen auf diesem Umweg und fuhren zurück auf den Wild Atlantic Way, um unsere Umrundung des Ring of Beara fortzusetzen.

GPS: 51.817530°, -9.701315° (OpenStreetMap, Google Maps)

Killmakilloge Viewpoint

Karte an den Koordinate 51.784388°, -9.824406°

Killmakilloge Viewpoint

Nächster Stopp unserer Umrundung war der Aussichtspunkt Killmakilloge Viewpoint. Auf dem Weg dorthin solltet ihr definitiv dem Wild Atlantic Way über die Straße R571 folgen, der an dieser Stelle durch eine sehr beeindruckende und sehenswürdige Hügellandschaft führt und einer der schönsten Straßenabschnitte unseres Roadtrips war. Angekommen am Killmakilloge Viewpoint genossen wir den Blick über bizarre Felsformationen auf die Bucht von Kenmare.

GPS: 51.784388°, -9.824406° (OpenStreetMap, Google Maps)

Derreen Garden

Karte an den Koordinate 51.769016°, -9.779612°

Derreen Garden

Anschließend statteten wir dem gleich um die Ecke liegenden Derreen Garden einen Besuch ab. Im über 150 Jahre alten Garten könnt ihre eine große Variation verschiedener Pflanzen betrachten. Selbst empfindliche und exotische Gewächse gedeihen bei dem feuchten und milden Klima in diesem Teil der Halbinsel. Über Wanderwege mit insgesamt 12 Kilometern Länge könnt ihr das fast 250.000 qm² große Gebiet erkunden.

Der Garten ist ganzjährig von 10:00 - 18:00 Uhr geöffnet. Wir zahlten 7 € Eintrittsgeld pro Person und haben es nicht bereut! Unser ausgiebiger Spaziergang durch den wunderschön angelegten Garten gestaltete sich sehr abwechslungsreich und war ein angenehmer Ausgleich zum vielen Autofahren auf dem Wild Atlantic Way.

GPS: 51.769016°, -9.779612° (OpenStreetMap, Google Maps)

Hag of Beara

Karte an den Koordinate 51.715957°, -9.961643°

Hag of Beara

Nach dem ausgiebigen Spaziergang im Derreen Garden folgten wir weiter dem Wild Atlantic Way, bis wir den Felsen Hag of Beara erreichten. Um den Felsen direkt neben der Küstenstraße ranken sich einige Mythen. Einer Legende zufolge soll es sich bei dem Felsen um eine Hexe handeln, die sieben Leben lebte, bevor sie an dieser Stelle zu Stein wurde. Andere Erzählungen behaupten, dass es sich bei dem Felsen um eine Frau handele, die an dieser Stelle vergeblich auf die Rückkehr ihres Mannes wartete und versteinerte. Auch wenn ihr den alten Mythen keinen Glauben schenken mögt, bis heute werden der alten Hexe zahlreichliche Opfergaben gebracht.

Während wir uns bei der versteinerten Hexe aufhielten, beobachteten wir, wie sich unendlich viele Seerobben auf den kleinen Felsinseln vor der Küste sonnten. Ein traumhafter Anblick!

GPS: 51.715957°, -9.961643° (OpenStreetMap, Google Maps)

Kenmare River View

Karte an den Koordinate 51.725207°, -9.985087°

Kenmare River View

Gleich hinter dem Hügel über dem Hag of Beara befindet sich der Aussichtspunkt Kenmare River View, wo ihr einen weiteren Blick auf die Kenmare Bay werfen könnt.

GPS: 51.725207°, -9.985087° (OpenStreetMap, Google Maps)

Dooneen Viewpoint

Karte an den Koordinate 51.648821°, -10.055551°

Dooneen Viewpoint

Weiter ging es in Richtung Dooneen Viewpoint, wo der Wild Atlantic Way direkt an der rauen Atlantikküste entlang führt und immer wieder traumhafte Panoramas offenbart. Ein sehr schöner Streckenabschnitt, den ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet!

GPS: 51.648821°, -10.055551° (OpenStreetMap, Google Maps)

Dursey Island

Karte an den Koordinate 51.609972°, -10.154985°

Dursey Island

Schließlich erreichten wir den westlichsten Teil unserer heutigen Rundfahrt, die Meerenge Dursey Sound. An dieser Stelle befindet sich Irlands einzige Seilbahn, die Dursey Island Calbe Car. Auf eine Überfahrt auf Dursey Island verzichteten wir allerdings aus Zeitgründen, denn bei einem Preis von 10 € pro Person sollte sich der Ausflug dann doch schon lohnen.

Wir schauten der Seilbahn beim Überqueren des 230 Meter breiten Dursey Sound zu und genossen ein wenig den Ausblick auf die gegenüberliegende Dursey Island, bevor wir uns wieder auf den Wild Atlantic Way aufmachten und unseren Rückweg über den südlichen Teil der Beara Halbinsel starteten.

GPS: 51.609972°, -10.154985° (OpenStreetMap, Google Maps)

Gour

Karte an den Koordinate 51.627811°, -9.978505°

Gour

Nach etwa 20 Kilometern erreichten wir den Aussichtspunkt Gour, von dem wir einen wundervollen Ausblick auf das darunterliegende Tal hatten. Eine Hinweistafel am Aussichtspunkt gab uns den Tipp, einen kleinen Umweg zu fahren und den Pulleen Harbour zu besuchen.

GPS: 51.627811°, -9.978505° (OpenStreetMap, Google Maps)

Pulleen Harbour

Karte an den Koordinate 51.621072°, -9.966547°

Pulleen Harbour

Gelesen, getan! Über eine Schotterstraße fuhren wir zum wirklich sehenswerten natürlichen Hafen Pulleen Harbour, der sich in einer kleinen Bucht versteckt. Ein toller „Geheimtipp“, den wir euch weiterempfehlen können!

GPS: 51.621072°, -9.966547° (OpenStreetMap, Google Maps)

Castletownbere

Karte an den Koordinate 51.651347°, -9.910401°

Castletownbere

Ein paar Kilometer weiter erreichten wir dann den kleinen Ort Castletownbere, wo an diesem Tag das Castletownbere Spanish Fest 2017 stattfand. Wir flanierten eine Weile durch die doch recht überfüllten Straßen und suchten uns anschließend ein Café für eine Kaffee- und Kuchenpause.

GPS: 51.651347°, -9.910401° (OpenStreetMap, Google Maps)

The Tea Room

Karte an den Koordinate 51.650274°, -9.913483°

The Tea Room

Wir wurden im gemütlichen Tea Room fündig, wo wir außergewöhnlich leckeren, selbstgebackenen Kuchen serviert bekamen und auch der Kaffee musste sich nicht verstecken. Den Tea Room in Castletownbere können wir jedenfalls guten Gewissens weiterempfehlen!

GPS: 51.650274°, -9.913483° (OpenStreetMap, Google Maps)

Roancarrigmore Viewpoint

Karte an den Koordinate 51.671115°, -9.753668°

Roancarrigmore

Gestärkt ging es wieder zurück auf den Wild Atlantic Way, auf dem wir den nächsten Aussichtspunkt ansteuerten, den Roancarrigmore Viewpoint. Von hier aus habt ihr einen guten Blick auf den solargetriebenen Roancarrigmore Leuchtturm.

GPS: 51.671115°, -9.753668° (OpenStreetMap, Google Maps)

Adrigole Harbour

Karte an den Koordinate 51.692333°, -9.721601°

Adrigole Harbour

Nächster Aussichtspunkt war Adrigole Harbour, über ein weitläufiges Tal konnten wir die Hafen von Adrigole sehen, der bei fast allen Wetterbedingungen ein sicheres Anlaufziel für Boote bietet.

GPS: 51.692333°, -9.721601° (OpenStreetMap, Google Maps)

Garinish West

Karte an den Koordinate 51.695278°, -9.597910°

Garinish West

Über einen kleinen Ausläufer des Wild Atlantic Way fuhren wir zu Garinish West, wo sich ein kleines Pier befindet von dem wir ein tolles Panorama auf die Insel Sheelane Island und die dahinterliegende Bantry Bay hatten. Ein Umweg, der sich gelohnt hatte!

GPS: 51.695278°, -9.597910° (OpenStreetMap, Google Maps)

Garnish Island

Karte an den Koordinate 51.739006°, -9.554357°

Garnish Island

Dann ging es zum Ablegepunkt der Boote auf die Garteninsel Garnish Island, für die wir allerdings zu spät an waren. Wir konnten nur noch das letzte Boot auf seiner Rückkehr von der Insel beobachten. Aber auch Abseits der Garteninsel war die Bucht sehr sehenswert.

GPS: 51.739006°, -9.554357° (OpenStreetMap, Google Maps)

Caha Pass

Karte an den Koordinate 51.801155°, -9.562361°

Caha Pass

Letzter Stopp an diesem Tag war der Druid View auf dem sehenswerten Caha Pass. Die Passüberfahrt ließ immer wieder beeindruckende Blicke auf die umliegende Berglandschaft zu und war somit nicht weniger Spannend als die Fahrten entlang der Atlantikküste.

GPS: 51.801155°, -9.562361° (OpenStreetMap, Google Maps)

Fazit

Der Ring of Beara hat uns persönlich noch ein wenig besser gefallen als der benachbarte Ring of Kerry, da wir die Ruhe aufgrund der weniger Touristen mehr genießen konnten und die Sehenswürdigkeiten in komprimierter Form vorlagen. Außerdem fanden wir die Natur etwas spektakulärer. Generell solltet ihr euch aber beide Ringe anschauen, wenn ihr sowieso vor Ort seid!

Galerie (39 Fotos)

Willi Thiel

Geschrieben von Willi Thiel am 20. August 2017.


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Kommentare

Paul Barnes
vor einem Jahr

Sehr schöner Bericht - danke (komme selbst aus Irland)

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